Mehrerlös aus Versteigerung erhält der Kunde – nicht das Pfandhaus!

Wenn ein Kunde sein Auto nicht mehr auslösen kann, ist das zwar ärgerlich, aber längst kein Beinbruch. Denn: Der Gesetzgeber hat sichergestellt, dass sich ein Autopfandhaus nicht an einer solchen Situation bereichern kann, sondern lediglich das Geld bekommt, was ihm zusteht: den Darlehensbetrag und die monatlich angefallenen Kosten. Der Kunde hingegen bekommt den bei einer Versteigerung des Pfandobjektes erzielten Mehrerlös. Und das ist mitunter gar nicht so wenig.

Beispiel: Ein Auto hat einen Wert von 40.000 Euro, der Kunde möchte ein Darlehen in Höhe von 10.000 Euro. Die monatlichen Kosten für Unterbringung und Service betragen 560 Euro. Nach der gesetzlichen Laufzeit des Kredits von drei Monaten kann nun der Kunde sein Auto nicht auslösen, der Darlehensgeber gewährt seinem Kunden daraufhin einen Monat Karenzzeit. Im fünften Monat wird nun das Auto versteigert. Das Autopfandhaus erhält aus dem Erlös der Auktion den Darlehensbetrag plus die monatlich angefallenen Kosten, der Mehrerlös geht an den Kunden. Sein Schaden ist damit begrenzt.

Wert des Pfandobjektes: 40.000 Euro
Höhe des Darlehens: 10.000 Euro
Kosten für fünf Monate: 560 Euro x 5 Monate: 2800 Euro
Dem Pfandhaus stehen zu: 12.800 Euro
Für Kunde: Mehrerlös durch Versteigerung

Sollte bei der Versteigerung ein Betrag von beispielsweise 35.000 Euro erzielt werden, erhält der Kunde 22.200 Euro Mehrerlös zurück (35.000 Euro - 12.800 Euro). Glimpflicher Ausgang für den Kunden.

Christoph Wittlich, Geschäftsführer des KFZ-Pfandkredithauses Wittlich, kommentiert: „Für den Kunden ist es wichtig zu wissen, dass sein Auto in so einem Fall nicht zum Spottpreis verkauft wird. Das ist gesetzlich sichergestellt und das ist auch richtig so. Und wir als Pfandleiher wollen nur das Geld bekommen, wofür wir Leistung erbracht haben.“ Alles fair und seriös – darauf legt Wittlich großen Wert.